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Gotthard-Basistunnel Nord

Wasserbehandlung und -ableitung Bauphase

Beim Bau des 7,8 km langen Teilabschnittes Erstfeld des Gotthard-Basistunnels fällt Wasser aus den beiden Vortrieben an. Damit dieses den Bedingungen zur Einleitung in die Reuss entspricht, muss es aufbereitet werden. Die anfallenden Wassermengen können, je nach Vortriebsart und Geologie, in sehr weiten Grenzen schwanken. Beim Anfahren von wasserführenden Klüften treten kurzfristig hohe Spitzenabflusswerte auf.

Das Wasser kann einen hohen pH-Wert und wechselnde Konzentrationen von ungelösten Stoffen unterschiedlicher Kornfraktionen aufweisen. Aus dem Baubetrieb kommen Mineralöle und Fette dazu, bei Sprengarbeiten zusätzlich Nitrit und Ammonium. Geologisch bedingt ist das Tunnelwasser evtl. mit Sulfaten, Chloriden u.a. belastet. Die grossen Felsüberdeckungen im Basistunnel führen zu hohen Wassertemperaturen, was eine Abkühlung vor der Einleitung in den Vorfluter notwendig macht. Die stark wechselnden Eingangsparameter stellen hohe Anforderungen an Anlagen und Betreiber.

Bearbeitungszeitraum: 2003 – 2006
Leistungen: In IG: Projektleitung Teilabschnitt Erstfeld, Auflageprojekt, Bauprojekt, Detailprojekt, Ausschreibung, Begleitung Ausführung, Bauleitung

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