22. Januar 2024

1. Gruner Geotechnik-Preis an der ETH Zürich verliehen

Eva Brunschweiler ist die erste Preisträgerin des neuen Gruner Geotechnik-Preises der ETH Zürich. Ihre Arbeit, welche die Finite-Elemente-Modellierung von Bauwerken auf verflüssigüngsgefährdeten Böden behandelt, überzeugte die Jury des Instituts für Geotechnik (IGT).

Studienabgängerinnen und Studienabgänger der ETH Zürich haben seit vergangenem Jahr die Chance auf den Gruner Geotechnik-Preis. Die Auszeichnung wird jährlich an eine Absolventin beziehungsweise einen Absolventen des Masterstudiengangs Bauingenieurwissenschaften für ihre oder seine herausragende Masterarbeit im Bereich Geotechnik verliehen. Die Arbeiten werden von einer Jury des IGT bewertet, unter anderem nach der Originalität der entwickelten Lösungen sowie nach der Relevanz für die Praxis. Der Preis ist mit CHF 2'000 dotiert. Gruner stiftet den Preis zur Förderung der Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren.

Die Bodenverflüssigung im Zuge von Erdbebenereignissen kann zu enormen Schäden führen: Auch stabil gebaute Bauwerke können kippen oder gar mehrere Meter in den Baugrund einsinken. Mit gezielten Massnahmen im Bereich der Fundation, wie etwa das Bauen auf Pfählen oder Baugrundverbesserungstechniken (z.B. Rüttelstopfsäulen), kann diesen Risiken entgegengewirkt werden. Dafür müssen die Prognosen einer allfälligen Bodenverflüssigung solide sein und deren Auswirkungen zuverlässig ermittelt werden können. Eva Brunschweiler widmete ihre Arbeit der Finite-Elemente-Modellierung von Streifenfundamenten auf verflüssigungsgefährdeten Bodenschichten mit dem weltweit eingesetzten Programm PLAXIS 2D. Sie verglich ihre Ergebnisse mit vorhandenen Resultaten aus Zentrifuge-Experimenten und einer umfassenden Analyse mit einem weiteren Simulationsprogramm FLAC 2D. Dabei zeigte sich, dass die Modellierung in PLAXIS 2D zu ausreichend präzisen Ergebnissen führt.

Wir gratulieren Eva Brunschweiler herzlich zu ihrer hervorragenden Arbeit und zum Gruner Geotechnik-Preis.

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