Erdbebensicherheit

Auch für sekundäre Bauteile

Primäres Tragwerk
und sekundäre Bauteile

Das primäre Tragwerk eines Gebäudes wird heute unter Berücksichtigung der gültigen Normen durch uns Bauingenieure generell auf Erdbeben bemessen und entsprechend widerstandsfähig ausgeführt.
 
Sekundäre Bauteile, Installationen und Einrichtungen fallen demgegenüber nicht in die übliche Verantwortung des Bauingenieurs.
 
Die Planer von sekundären Bauteilen, aber ebenso die Lieferanten und Unternehmer sind oftmals mit der Thematik hinsichtlich Verantwortlichkeiten, Anforderungen und Randbedingungen nicht vertraut, haben aber die Verantwortung, 'ihre' Bauteile und Installationen erdbebensicher auszuführen, siehe BAFU SBIE.
 
Andererseits ist aber auch der Eigentümer bzw. Bauherr in der Pflicht, dass sein Gebäude inklusive aller Installationen den normativen Anforderungen entspricht.
 
Die Bauingenieure der Gruner AG können Ihnen hier ebenfalls zur Seite stehen - lesen Sie weiter um zu erfahren in welcher Form.

Wie können wir helfen?

Sekundäre Bauteile sowie weitere Installationen und Einrichtungen (SBIE), wie z.B. Abhangdecken, Trennwände, Haustechnikleitungen oder -geräte werden im Erdbebenfall durch die Bewegung des Gebäudes beschleunigt.
 
Diese können durch Kippen, Verschieben oder Abstürzen Personen gefährden, das Tragwerk beschädigen, Fluchtwege blockieren oder den Betrieb wichtiger Anlagen beeinträchtigen. Da die SBIE in der Regel 60 - 80% der Gesamtkosten des Gebäudes ausmachen, ist zudem mit hohen finanziellen Schäden zu rechnen.
 
Vielen ist bekannt, dass für lebenswichtige Infrastrukturbauten der Bauwerksklasse III, wie z.B. Spitäler oder Feuerwehrgebäude, die Gebrauchstauglichkeit des Gebäudes nachzuweisen ist. Somit werden hier teilweise besondere Anforderungen an die SBIE und deren Befestigung am Tragwerk gestellt.
 
Generell gilt aber für alle Gebäude, dass die Gefährdung von Personen durch versagende sekundäre Bauteile verhindert werden muss - dies ist in den SIA Normen entsprechend verankert. In der Praxis wird diesem Umstand jedoch leider noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
 
Der Bauingenieur hat aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung bei der erdbebensicheren Planung des Tragwerks die grösste Expertise auch sekundäre Bauteile gemäss den relevanten Erdbebenanforderungen zu planen oder die anderen beteiligten Fachplaner und Architekten dabei zu unterstützen.
 
Werden bei Neubauten die Erdbebenanforderungen für sekundäre Bauteile in der Planungs- und Ausschreibungsphase frühzeitig berücksichtigt, lassen sich diese grösstenteils ohne relevante Zusatzkosten einplanen.
 
 
Bei Bestandsbauwerken sind die sekundären Bauteile üblicherweise gar nicht oder zumindest ungenügend gegen Erdbebeneinwirkungen gesichert. Die personengefährdenden Bauteile sollten daher systematisch identifiziert, beurteilt und ertüchtigt werden.
 
Gruner hat weitreichende Erfahrung hinsichtlich der Sicherung sekundärer Bauteile und Installationen - von der konzeptionellen Beratung bis zur detaillierten kostenoptimierten Ausführungsplanung, als auch von Ertüchtigungsplanung bis zur Überwachung und Abnahme der Arbeiten.

 

«Wir unterstützen Sie bei der Sicherung von sekundären Bauteilen mit Sachverstand und Augenmass.»

Michael Schumacher, Fachexperte Tragwerksplanung

«Die Projektierung von Gebäuden der Bauwerksklasse III benötigt eine frühzeitige Kooperation zwischen Bauherrschaft, Betrieb und Planer, um kostenoptimierte aber sichere Massnahmen zu finden.»

Sandro Brunella, Fachexperte Konstruktion

«Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung bei der Prüfung von Bestandsbauwerken können wir auch zur Sicherung der sekundären Bauteile effiziente und einfach umsetzbare Lösungen anbieten.»

Roland Marty, Fachexperte Bauwerkserhalt