2. September 2026
LSVA lll: Fertigstellung der ersten neuen stationären Erfassungsanlagen
Seit Anfang 2026 geht die neue Generation der LSVA-Erfassungsanlagen schweizweit kontinuierlich breit in den Einsatz. Sie erfasst die Fahrdaten schwerer Nutzfahrzeuge und sorgt für eine korrekte Schwerverkehrsabgabe. Gruner plant und realisiert mehrere Erfassungsstandorte und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur baulichen Einführung des neuen Systems.
Die LSVA geht den nächsten technologischen Schritt. Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) gehört zu den wichtigsten Instrumenten der Schweizer Verkehrsfinanzierung. Gemäss dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) belaufen sich die jährlichen Gesamteinnahmen aus der Schwerverkehrsabgabe auf rund 1,6 Milliarden Franken. Mit der Einführung der LSVA III stellt die Schweiz auf ein satellitengestütztes Erfassungssystem um und passt dieses an internationale Standards an.
Gruner plant 74 Erfassungsstandorte
für die LSVA III
Das Projekt umfasst die Umrüstung von zwölf bestehenden Erfassungsanlagen sowie den Neubau von 25 Anlagen auf Nationalstrassen und 37 Anlagen auf Kantonsstrassen. Im Auftrag des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und des Generalunternehmers Kapsch TrafficCom AG übernimmt Gruner für mehrere Standorte die Standortfestlegung, die Tiefbauplanung, die Einreichung der Baugesuche, die Sicherung der erforderlichen Dienstbarkeiten sowie die Bauaufsicht während der Realisierung. «Die LSVA III ist ein nationales Infrastrukturprojekt. Die enge Zusammenarbeit mehrerer Business Units ermöglicht es uns, unterschiedliche Fachkompetenzen zu bündeln und die Standorte aus einer Hand zu planen und bis zur Bauausführung zu begleiten», sagt Reto Weidmann, Gesamtprojektleiter und Niederlassungsleiter bei Gruner in Brugg.
Die ersten Anlagen sind inzwischen erfolgreich in Betrieb und bilden einen wichtigen Meilenstein bei der Einführung der LSVA III. «Die Umsetzung der Erfassungsanlagen erfordert vor allem organisatorisch eine gute Abstimmung. Viele Standorte liegen an verkehrlich sensiblen Punkten im bestehenden Strassennetz, wo unterschiedliche technische, betriebliche und rechtliche Rahmenbedingungen zusammenkommen», so Weidmann weiter. «Gleichzeitig müssen Behörden, Grundeigentümer, Werkbetreiber, Bauunternehmen und Fachplaner frühzeitig eingebunden und ihre Interessen koordiniert werden.»
Wie funktioniert das satellitengestützte System
der LSVA III?
Die Fahrleistungen schwerer Nutzfahrzeuge werden über satellitengestützte Navigationssysteme (GNSS) erfasst und über zugelassene Dienstleistungsanbieter an das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit übermittelt. Die neuen Erfassungsanlagen registrieren die Durchfahrt der Fahrzeuge und gleichen diese mit den gemeldeten Fahrdaten ab. Für die Einführung der LSVA III baut das BAZG das bestehende Erfassungsnetz schweizweit aus. Neben neuen Anlagen werden bestehende Standorte modernisiert und in das neue System integriert. Die ersten Erfassungsanlagen sind seit Anfang 2026 in Betrieb. Der Ausbau des Netzes auf National- und Kantonsstrassen wird schrittweise fortgesetzt.
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Von der strategischen Planung über die integrierte Projektierung bis hin zu Werterhaltung
Neue LSVA-Erfassungsanlagen auf National- und Kantonsstrassen