Innenraumklima und Behaglichkeit

Komfort
Luftqualität

Wir verbringen den Grossteil unseres Lebens in Gebäuden und ein gutes Innenraumklima ist für das Wohlbefinden unentbehrlich. So spielen nicht nur Raumlufttemperatur und Raumfeuchte eine wichtige Rolle – mitentscheidend für das Wohlbefinden sind auch eine genügend hohe Frischluftmenge, warme Wandoberflächen, keine Zugluft und genügend Tageslicht. Körperliches Wohlbefinden und Toleranzschwelle unterscheiden sich je nach Geschlecht, Aktivität und Bekleidung. Die Gebäudehülle stellt dabei die Barriere zur Umwelt dar und verhindert mit einer adäquaten Isolierung unbehagliche kalte Oberflächen. Ausnahmen bilden sehr hohe Glasfassaden bei denen sich Behaglichkeitsprobleme aufgrund von Zugluft bei Kaltluftabfall sowie Strahlungsasymmetrie ergeben können. Den notwendigen Frischluftbedarf stellen häufig mechanische Lüftungsanlagen sicher und befördern Luftschadstoffe (CO2, Geruchsemissionen) und Feuchte aus dem Gebäude.

Natürliche Belüftung

Der Frischluftbedarf kann alternativ mittels einer Fensterlüftung o.ä. bereitgestellt werden. Im Gegensatz zu mechanischen Lüftungsanlagen haben natürliche Belüftungskonzepte häufig Konfliktpunkte mit der Behaglichkeit sowie Luftqualität und stellen höhere Ansprüche an die Umsetzung seitens Fachplaner. Ein angenehmes Raumklima ist zudem abhängig vom korrekten Lüftungsverhalten der Bewohner. Mittels Gebäudesimulationen können auf das Projekt zugeschnittene Lüftungskonzepte mit Berücksichtigung des Innenraumklimas sowie der Luftqualität (CO2, Feuchte) ausgearbeitet werden. Die Prognose des Innenraumklimas mit den erforderlichen Lüftungsintervallen bietet Fachplanern sowie Bauherren eine transparente Entscheidungsgrundlage für die beste Lösung für das Gebäude und seine Bewohner.

Mehrwert

Mit unserem Know-how können wir Sie in Ihrem Bauvorhaben unterstützen. Unser Expertenteam gibt Ihnen gerne nähere Auskunft. Unsere Dienstleistungen sind:

  • Kontrolle und Gewährleistungen von behaglichem Raumklima durch Simulationen und Messungen
  • Simulation von Raumlufttemperaturen sowie empfundenen Temperaturen (operative Temperatur)
  • Simulation von Raumluftfeuchte und CO2-Konzentrationen
  • Simulation der thermischen Behaglichkeit nach ISO7730 (PMV, PPD)
  • Simulation des Tageslichtquotienten mit Beurteilung des visuellen Komforts
  • Simulation der Raumluftströmungen. Analyse von Zugluftrisiko bei Kaltluftabfall
  • Lüftungskonzeptionierung von Low-Tech Gebäuden mit natürlicher Belüftung

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Leistungsblatt Raumklima und Behaglichkeit

Temperatur
Feuchte

Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit lassen sich nach Leusden und Freymark in behaglich, noch behaglich, zu feucht oder zu trocken einteilen. Danach existiert ein Bereich von Lufttemperatur und Feuchte, der von allen Bewohnern als behaglich empfunden wird. Mittels Computersimulationen lassen sich beliebige Lüftungskonzepte abbilden, untersuchen sowie raumklimatisch und energetisch optimieren.

Luftqualität
CO2

Low-Tech Gebäude werden häufig natürlich belüftet. Mittels thermisch-energetischen Simulationen lassen sich die CO2-Konzentration und Raumlufttemperatur in Abhängigkeit der Lüftungsintervalle voraussagen. Mit Hilfe von dynamischen Simulationen lassen sich auf das Projekt optimierte Lüftungsstrategien erarbeiten. Die grafische Auswertung des Innenraumklimas hilft zudem bei der Sensibilisierung der Bewohner.

Sommerlicher Wärmeschutz

Hohe sommerliche Raumlufttemperaturen sind zunehmende Symptome von Gebäuden mit hohem Glasanteil und sehr guter Wärmeisolierung. Mittels Simulationen kann der sommerliche Wärmeschutznachweis SIA180, Verfahren 3, Anhang C1, sowie der Bedarfsnachweis Kühlung SIA382/1, Anhang E, gerechnet werden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Themenfeld Sommerlicher Wärmeschutz.

Strömungen
Zugluft

Kaltluftabfall

Komplexe Strömungsphänomene können mittels CFD-Simulation an Innen- und Aussenbereichen detailliert abgebildet werden. Somit können Aussagen zu Kaltluftabfällen bei hohen Glasfassaden, Zugluft, lokalem Innenraumklima, Konzentrationen von Gasen oder Windkomfort gemacht werden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Themenfeld numerische Strömungssimulationen.

Tageslichtnutzung

Eine genügende Tageslichtversorgung ist ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden des Menschen. Das natürliche Licht unterstützt das Sehen, macht wach und erhöht die Konzentration. Der Tageslichtquotient ist ein Mass für die Tageslichtversorgung von Räumen und ist von Faktoren wie geografische Lage, Bebauungen, Architektur, Oberflächen und Glaseigenschaften abhängig. Weitere Informationen finden Sie in unserem Themenfeld Tageslicht-, Verschattungs- und Solaranalysen.

Varianten- und Parameterstudien

Mittels Computersimulationen lassen sich die geeigneten bauphysikalischen und gebäudetechnischen Randbedingungen für einen hohen thermischen sowie visuellen Komfort finden. Zudem können die Auswirkungen von Massnahmen und Optimierungen auf das Raumklima sowie dem Energieverbrauch aufgezeigt werden.

Feldmessungen

Im Gebäudebestand kann mittels moderner Messtechnik die Raumluft im Aufenthaltsbereich von Personen auf CO2-Gehalt, Raumluftfeuchte und thermische Behaglichkeit untersucht werden. Thermografiemessungen unterstützen die Analyse von Oberflächentemperaturen und können die Wärmeverluste an Gebäudehüllen aufzeigen.

Ihr Ansprechpartner

Manuel Frey
Abteilungsleiter Digitale Planung / Bauklimatik
+41 31 917 20 90 | bWFudWVsLmZyZXlAZ3J1bmVyLmNo

Gruner Roschi AG
Sägestrasse 73
CH-3098 Köniz

Stefan Felder
Projektingenieur Digitale Planung / Bauklimatik
+41 31 917 25 67 | c3RlZmFuLmZlbGRlckBncnVuZXIuY2g=

Gruner Roschi AG
Sägestrasse 73
CH-3098 Köniz

David Akeret
Projektingenieur Digitale Planung / Bauklimatik
+41 31 917 20 33 | ZGF2aWQuYWtlcmV0QGdydW5lci5jaA==

Gruner Roschi AG
Sägestrasse 73
CH-3098 Köniz

Marco Borer
Projektingenieur Digitale Planung / Bauklimatik
+41 31 917 20 94 | bWFyY28uYm9yZXJAZ3J1bmVyLmNo

Gruner Roschi AG
Sägestrasse 73
CH-3098 Köniz